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Kronach

Begeisterung für das Turnen weitergeben: Jugendliche engagieren sich beim SV Atter

(06.02.12, 10:15 Uhr) Osnabrück. Sabrina Sowas und Christina Cordes engagieren sich in ihrer Freizeit im SV Atter und wollen ihre Begeisterung für das Turnen an die Jüngsten im Verein weitergeben.

Das Gewusel ist groß, wenn Sabrina Sowas Turnkinder in die Sporthalle der Grundschule Atter stürmen. „Sabrina, schau, ich habe heute mein Fußballtrikot an!“, ruft ein kleines Mädchen stolz. Sabrina zeigt sich angemessen beeindruckt. Gleich darauf wird ihre Aufmerksamkeit aber von zwei Jungen beansprucht, die bereits auf ein aufgebautes Hindernis klettern wollen. „Nein, ihr beiden, da gehen wir erst nachher gemeinsam drauf“, hält die 19-Jährige ihre Schützlinge von den ersten eigenständigen Turnversuchen ab. Sicherheit geht schließlich vor. Immerhin sind die rund zehn Kinder, die jetzt durch die Halle toben, erst drei bis fünf Jahre alt.

Elementarturnen nennt sich die Sportstunde für die ganz Kleinen, die Sabrina als Übungsleiterin des SV Atter anbietet. Sie ist eine von fünf jungen Menschen zwischen 16 und 19 Jahren, die sich im Verein für das Kinderturnen engagieren und damit die Arbeit der hauptverantwortlichen Turntrainerinnen unterstützen. Nach ihrer Motivation gefragt, sagt Sabrina: „Als Kind bin ich selbst zum Turnen in diese Halle gekommen. Und jetzt gebe ich hier Unterricht – das ist nur die logische Fortsetzung.“ Dass ihr die Arbeit mit Kindern liegt, zeigt sich in ihrer Berufswahl: Sie absolviert gerade eine Ausbildung zur Erzieherin. Das Engagement im Sportverein ist da zwar eine zeitaufwendige Nebenbeschäftigung, macht ihr aber einfach zu viel Spaß, um darauf zu verzichten. „Ich möchte meine eigene Begeisterung für das Turnen gerne weitergeben“, sagt die Osnabrückerin.

Auch ihre Mitstreiterin Christina Cordes ist bei ihren Übungsstunden mit Herzblut dabei – und vermisst die Begegnungen mit den Kindern richtig, wenn das Training ausfällt. „Zum Beispiel in den Ferien: Da werde ich zu den eigentlichen Übungszeiten ganz nervös, weil ich zur Turnhalle fahren möchte“, sagt die 18-Jährige lachend. Genau wie Sabrina hat sie mit 16 Jahren ihren Übungsleiterschein gemacht und besitzt damit die Lizenz, Kinder bis 14 Jahre zu trainieren. Neben dem Elementarturnen bieten beide auch Stunden im Geräteturnen an, jede etwa zweimal die Woche. Obwohl sie dafür eine finanzielle Aufwandsentschädigung bekommen, sagt Sabrina: „Reich werden wir nicht davon.“ Ein anderer Nebenjob wäre sicherlich lukrativer, fügt Christina hinzu, betont jedoch: „Hier geht es nicht ums Geld. Wir betreuen die Kinder, weil es uns Spaß macht.“

Mit Elias Rehbrand (16), Kathi Hoch (17) und Lena Stiene (1 gibt es drei weitere Turnbegeisterte, die sich als Helfer im Kinderturnen engagieren, auch wenn sie keine eigenen Stunden geben dürfen. Elias allerdings macht gerade seinen Übungsleiterschein. Anna Buling, im SV Atter für die Organisation des Turnens verantwortlich, ist stolz auf den jungen Betreuernachwuchs. „Im letzten November haben wir gemeinsam das Kinderturnfest mit 110 Teilnehmern auf die Beine gestellt“, sagt sie. „Ohne meine fleißigen Helfer würde so etwas gar nicht funktionieren.“

Autor: Franziska Holthaus

Fotos: Franziska Holthaus

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09.02.12, 20:52 Uhr

Das sind meine Besten!


Wir in Braunschweig
Wenn Turnen einfach wäre,
würde es Fußball heißen